08.03.2011
Gemeinschaftsschule Bornheim bleibt Franziskusschule Bornheim
HINWEIS: Die Anmeldungen an die Franziskuschule Bornheim für Schülerinnen und Schüler mit Realschul- und Hauptschulempfehlung erfolgen wie in den vergangenen Jahren jederzeit über das Schulbüro (Sekretariat Frau Schubert 02227-91490).
Das Kollegium der Franziskusschule Bornheim dankt in einem Offenen Brief allen Eltern für das entgegengebrachte Vertrauen für die leider nicht zustandegekommene Gemeinschaftsschule, den Grundschulkollegien und allen Unterstützern bei der Stadt Bornheim. Gleichzeitig nimmt das Kollegium zu den Hintergründen der letztlichen Ablehnung kritisch Stellung und zeigt einen Ausblick für die Zukunft.
DOWNLOAD des Offenen Briefes des Kollegiums der Franziskusschule Bornheim
Weitere Pressemeldungen zur Gemeinschaftsschule finden Sie in der Rubrik
Presse
Zusätzliche Informationen:
Wissenswertes zu den Abschlüssen an der Franziskusschule Bornheim
Vorweg eine vielleicht wenig bekannte Tatsache: Je nach Jahrgang verlassen zwischen 35% und 45% unserer Schüler der Klassenstufe 10 die Schule mit der Fachoberschulreife (früher Mittlere Reife genannt), also dem üblichen Abschluss an Realschulen (der Anteil liegt damit zum Teil weit über Landesdurchschnitt). Etwa ein Drittel von ihnen sind aufgrund des Notendurchschnitts, in den auch die Noten der für Haupt-, Real- und Gesamtschulen gleichen Zentralen Abschlussprüfungen (ZAP) einfließen, darüber hinaus berechtigt, eine gymnasiale Oberstufe an einem Gymnasium oder einer Gesamtschule zu besuchen. Die meisten unserer Schüler, welche diese "Quali" haben, tun dies auch mit Erfolg und haben nach drei weiteren Jahren das Abitur in der Tasche (mehr dazu unter
Abschlüsse).
Übrigens: Es kommen regelmäßig Schülerinnen und Schüler aus Realschulen oder Gymnasien (meist in der 7. Klasse und aus Nachbarkommunen) an unsere Schule, welche an der Franziskusschule doch noch ihren zu Beginn der 5. Klasse angestrebten Schulabschluss in der Sekundarstufe I erreichen. Die Gründe für den Schulwechsel sind sehr unterschiedlich, häufig aber führt das trotz entsprechender Begabung zu hohe Lerntempo an den abgebenden Schulen zu Minderleistungen. Persönlich oder familiär besonders schwierige Situationen können ebenso ein Grund sein und vieles mehr.
Die Franziskusschule ist auch nach dem unerwarteten Ausgang zur Gemeinschaftsschule, bei dem eher Bürokratie und Politik entschieden haben, aufgrund ihres über Jahre gewachsenen soliden und gleichzeitig immer auch kreativen Schulprofils sehr gut aufgestellt. Hier noch einmal die Eckpunkte (weiter INFOS siehe
Schulprofil der Schule):
- Alle Abschlüsse der Sekundarstufe I (insbesondere mit den Abschlüssen an Real- und Gesamtschulen inhaltlich identisch und gleichwertig)
- Dazu landesweite Lernstandserhebungen Stufe 8 und Zentrale Abschlussprüfungen Stufe 10
- Fachlich und sozial hochmotivierte KlassenlehrerInnen, die in enger Zusammenarbeit mit den BeratungslehrerInnen bei Lernschwierigkeiten (auch Dyskalkulie, Lagasthenie, etc.) in angenehmer Atmosphäre mit den Schülern Lösungen erfolgsorientiert erarbeiten.
- Umfassende Berufsberatung ab Klasse 7 mit stets erreichbaren Ansprechpartnern in der Berufsorientierung unter der Federführung des Berufswahlkoordinators Herrn Haase
- weitere INFOS siehe
Schulprofil
72 Anmeldungen - drei mehr als nötig und doch eine zu wenig
Die geplante Bornheimer Gemeinschaftsschule, die eine breite Unterstützung sowohl im Stadtrat als auch bei der Elternschaft hinter sich hat, konnte überraschend nicht wie erhofft zum kommenden Schuljahr eingerichtet werden. Dies hat sich einen Tag nach Anmeldeschluss am 1. März 2011 zur großen Enttäuschung des gesamten Kollegiums und nach ersten Telefonaten auch vieler Bornheimer Eltern herausgestellt.
Ausschlaggebend war das Votum des Brühler Stadtrates, der die Anmeldung von vier Kindern aus Brühl an der Gemeinschaftsschule Bornheim verweigerte. Begründet wurde dies im Vorfeld von Seiten der regierenden Parteien der Stadt Brühl mit einer Bestandsgefährdung der beiden Brühler Realschulen trotz steigender Schülerzahlen im Falle einer Gemeinschaftsschule in Bornheim (siehe dazu die Hintergrundinformationen weiter unten).
Hintergrundinformationen
Bis Dienstag 01.03.2011 lagen insgesamt 72 Anmeldungen vor, davon 68 Anmeldungen Bornheimer Kinder (etwas weniger als erwartet) und 4 Anmeldungen von Brühler Kindern. Zur Gründung einer Gemeinschaftsschule sind 69 Kinder notwendig. Da die Brühler Kinder jedoch aufgrund der politischen Entscheidung der Stadt Brühl bedauerlicherweise nicht angemeldet werden durften, fehlte letztlich eine Anmeldung.
Weitere Infos:
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Im Durchschnitt der letzten Jahre besuchen etwa 80 Bornheimer Kinder eine Brühler Schule im 5. Schuljahr.
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Besonders gefragt sind dabei die beiden Realschulen Elisabeth-von-Thüringen-Realschule und Erich-Kästner-Realschule, mit welcher die Franziskusschule Bornheim seit vielen Jahren kooperiert.
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So gibt die Franziskusschule immer wieder Schüler entsprechend ihren Leistungen an die Brühler Realschule ab. Umgekehrt nimmt die Franziskusschule ebenfalls seit Jahren regelmäßig Bornheimer Kinder wieder auf, die von den Brühler Realschulen am Ende der Erprobungsstufe zurückgestuft wurden.
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Die politische Mehrheit des Brühler Stadtrates ist der Auffassung, die Gemeinschaftsschule Bornheim gefährde den Bestand Brühler Schulen. Allerdings stehen den vier Brühler Schülern für Bornheim etwa 80 Bornheimer Kinder gegenüber, die im kommenden Schuljahr eine 5. Klasse in einer Brühler Schule besuchen werden (s.o.).