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Die Schulband spielt zwei Super-konzerte gemeinsam mit dem Jugendorchester Den Haag

25.10.2007
  LINK-TIPP: Renommiertes Jugendorchester aus Den Haag zu Gast bei uns

Wann spielt eine Schülerband schon einmal mit zwei hervorragenden klassischen Jugendorchestern vor einem Riesenpublikum zusammen? Mancher gestandene Musiker erlebt so etwas nie in seinem Leben.  

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Für den 24. Oktober standen nur zwei Proben für die beiden gemeinsamen Auftritte unserer Schulband mit dem Vereniging Hofstads Jeugdorkest, einem renommierten Jugendorchester mit 70 jungen Musikern und Musikerinnen aus Den Haag, und dem Wachterberger Jugendorchester in der Wachtberger Hauptschule auf dem Programm. 

Die Herausforderungen an die Band war enorm: Es stand eine Begegnung mit gut einhundert jungen Musikern bevor, die ihre Instrumente sehr gut beherrschen, über viele Jahre regelmäßigen Unterricht bekamen und schon eine Riesenportion Erfahrung mitbringen. Es stellte sich bei diesen Gedanken bei einigen Bandmitgliedern zu Recht eine gewisse Nervosität ein.  

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Damit aus Nervosität nicht Panik wurde, musste ganz viel geprobt werden. Dazu wurden zusätzliche 7. und 8. Stunden geopfert, etliche Pausen und auch die eine oder andere Schulstunde, wofür ich mich hier ausdrücklich auch im Namen der Band ganz herzlich bei meinen Kollegen und Kolleginnen für Ihr Verständnis bedanken möchte. 

Fünf Proben fanden abends bei uns in der Schule statt, bei denen dann auch Schlagzeuger Lukas Hanschmann dazu kommen konnte, der dieses Jahr seinen Abschluss an unserer Schule gemacht hatte und ein langjähriges Mitglied der Schulband war.  

In der kurzen, aber sehr intensiven Zeit wuchs die Band über sich hinaus. Lücken im Notenlesen (soweit erforderlich) mussten schleunigst gefüllt werden, ein Crashkurs im Musizieren mit Dirigent war angesagt, anstrengende Gesangsübungen für angehende Popstars waren leider nicht zu umgehen, moralische Einbrüche („Das schaffen wir nie!!“) wollten aufgefangen und trotz gewisser Zweifel für völlig überflüssig erklären werden, kurz: Es war sehr aufregend und enorm lehrreich. 

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Die Proben mit den Jugendorchestern liefen dann erstaunlich gut, nach dem der erste Schock über die wahre Größe eines solchen Orchesters verdaut war, vor dem man dann fast mutterseelenallein spielen oder noch schlimmer: singen soll.  

Am Donnerstag, dem 25.10.2007, war es dann soweit: Das Konzert in unserer bis in den letzten Winkel besetzten Turnhalle. Unsere Schüler, von denen viele vielleicht zum ersten mal in ihrem Leben ein richtiges Orchester sehen und hören konnte, kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Hierzu Linda, die Sängerin der Band: „Die Schüler der Franziskusschule Merten waren sichtlich begeistert über das Können des Jugendorchesters aus Den Haag. Hier wurde den Schülern die Möglichkeit gegeben, klassische Musik einmal in etwas anderer Form kennen zu lernen.  Das sonst so spießig auf die Jugend wirkende Thema schien von nun an interessant und begeisternd.“

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Bei den zwei Stücken, die von Band und Orchester gemeinsam gespielt wurden, bewies vor allem Frontsängerin Linda Henning Nervenstärke und sang den musikalisch ziemlich anspruchsvollen Song „Who wants to live forever“ von Queen souverän. Auch beim alten Beatles-Klassiker „With a little help from my friends“ in Version von Joe Cocker überzeugte ihre warme, bluesige Stimme. Was bei diesem Auftritt der Band vermutlich wegen Nervosität nicht ganz so klappte, lief dann beim zweiten Konzert abends in Wachtberg vor fremden Publikum bestens, so dass die Bandmitglieder allen Grund haben, mächtig stolz auf sich zu sein. Dazu Christopher Schneider (Gitarre): „Mir hat das Herbst Event sehr viel Spaß gemacht, weil es eine Ehre ist für eine Band, mit so einem wachtbergOrchester zusammenarbeiten zu dürfen. Ich fand die holländischen Jugendlichen nett, und fände es gut, wenn wir so etwas noch einmal machen würden.“ Noch eines scheint dieses Konzert bewirkt zu haben, meint Linda: „Es wurden schon einige Anfragen von Schülern vernommen, die nach diesem event auch gerne ein eigenes klassisches Instrument spielen wollen oder sogar gerne ein eigenes Schulorchester gründen würden.“ Es hat sich gelohnt.

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