(aus dem Schaufenster v. 2.4.2008)
Präventionsprojekt an der Hauptschule für Sicherheit im Internet
Hier der Hinweis auf ein weiteres Projekt zum Thema Internet in Kooperation mit der Kripo Bonn
Bornheim-Merten (BB).- Die Eltern stecken in einem Dilemma: Das Internet ist für ihre Kinder zur Selbstverständlichkeit geworden, die Arbeit mit dem weltweiten Netz ist sogar fest in den Unterricht an den Schulen eingebunden. Doch im Internet lauern Gefahren für die Kinder und Jugendlichen, die Geist und Seele schaden können - und im schlimmsten Fall sogar den Körper. Denn Kinderschänder nutzen die Möglichkeiten des Internets und die Unerfahrenheit der Kinder schamlos aus. Weil aber die Eltern ihren Kindern nicht zu jeder Zeit beim Surfen über die Schulter sehen können und die Kinder dies bei ihren privaten Kontakten nicht wollen, hat die Mertener Hauptschule sich jetzt dankbar an einem Projekt zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt beteiligt. Alle Schüler der sechsten Klassen an der Franziskusschule nahmen an einem zweitägigen Training teil, um im Umgang mit dem Medium Internet Schutzstrategien zu erlernen und einzuüben.
Denn das Bewusstsein für die Gefahr ist noch nicht weit entwickelt. „Die Kinder waren sehr beeindruckt, als wir ihnen klargemacht haben, dass ihre einmal ins Netz gegebenen Daten für immer dort drin stecken, öffentlich für alle Welt", berichtete Anja Brückner-Dürr aus den Diskussionen mit den jungen Hauptschülern. So könne etwa in einigen Jahren ein Arbeitgeber etwas über einen Schüler lesen, wenn er über die Vergabe eines Ausbildungsplatzes entscheiden soll.
Gemeinsam mit Rainer Krohn sprach die Referentin im Auftrag der Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt in Bonn über falsche Namen und „Schutzlügen", mit denen sich die Schüler auf eine sichere Seite begeben können. Vor allem, wenn sich ein Gesprächspartner im Chat plötzlich persönlich treffen will und gerne über Sex redet, sollte der Kontakt abgebrochen werden, wussten die Kinder hinterher.
[Fortsetzung folgt]