Portfolio Bogenbau und -schießen (Auszug)



Als Ergänzung zu den üblichen Formen der Leistungsbewertung ist immer häufiger von der Portfoliomethode die Rede. Bei der selbständigen Erstellung von Portfolios sind von den Schülern Gesichtspunkte zu beachten, die den Unterschied zum einfachen Referat deutlich machen. So ist nicht nur der Inhalt von entscheidender Bedeutung, sondern auch die ansprechende Gestaltung, die neben dem "Einband" ein gut strukturiertes Inhaltsverzeichnis, einen durch Zeichungen, Grafiken oder Fotos aufgelockerten Text sowie ein Glossar mit wichtigen Fachbegriffen und eine vollständige Quellenangabe enthält. Selbstständiges Arbeiten und die Umsetzung eigener Ideen stehen dabei ebenso im Mittelpunkt. Sie stellen daher eine sinnvolle Ergänzung zum Epochenunterricht der Franziskusschule dar, in dem in den Fächern Geschichte, Erdkunde und Biologie bereits zum Teil umfangreiche Mappen erstellt und ansprechend gestaltet werden.
Start in Stufe 8
Gestartet wurde die Anfertigung und anschließende Bewertung von Portfolios 2008 in der Stufe 8 mit zunächst freigewählten Themen, deren Bandbreite verblüffte: Beginnend bei Arbeiten über den Bogenbau, über Biographien längst verstorbener Rennpferde, Spezialeinsatztruppen, Haustieren, Fußball- und Eishokeymannschaften u.v.m. bis zur Bauanleitung für ein Schlagzeug.
Portfolio Bogenbau und -schießen (Auszug)



Selbstreflexion und erfolgreiches Arbeiten
Den Kern eines Portfolios bilden also Arbeiten, die von den Schülerinnen und
Schülern selbst reflektiert werden. Die Arbeit mit Portfolios im Unterricht oder – wie in diesem Beispiel – über einige Wochen parallel zum üblichen Unterricht, bietet völlig neue, positive Erfahrungen:
Portfolios ermöglichen ein erfolgreiches Arbeiten mit offenen Unterrichtsformen
Schüler erfahren eine neue Art der Leistungsanerkennung, fühlen sich aufgewertet und damit motivierter.
Es werden die Qualitäten der Schülerarbeiten gewürdigt und anerkannt.
Schüler sind in Leistungsbewertung einbezogen
Es kann kontinuierlich und entspannt auf angemessene Weise über Leistungen zwischen Schülern und Lehrern kommuniziert werden, wobei die Schülerinnen und Schüler in die Bewertung einbezogen werden und sie sich selbst in Leistungsbewertung ausbilden.
Zeit für die Schwächeren
Portfolios gewähren den Schwächeren die Zeit, die sie brauchen, um ihre Produkte so zu überarbeiten, dass sie die beste ihnen mögliche Form erreichen.
Portfolios sind eine wunderbaren Möglichkeit, schöne Produkte in der Schule zu erarbeiten - und nicht nur richtige.

FAZIT: Am Anfang unseres Einstiegs in die Portfolio-Arbeit in der Klasse 8 standen von den Schülern frei gewählte Themen. Die Ergebnisse nach einigen Wochen waren allesamt beeindruckend. Sie waren nicht nur ästhetisch ansprechend gestaltet (nebenbei eine gute Übung für Bewerbungsmappen), sondern boten auch eine Menge Informationen zu ihrem Thema, so dass alle Portfolios eine Detailfülle zeigten, wie man sie bei Aufsätzen oder anderen schriftlichen Arbeiten, die mit weniger Feuereifer angefertigt werden, selten sieht.
Weitere Portfolios werden hier demnächst präsentiert.