23. bis 27. Mai 2011
Schiff Ahoi! hieß es vom 23. bis zum 27. Mai 2011 für die Klasse 9d auf dem Ijsselmeer. Nach längerer Planung und guter Vorbereitung sind wir um 7:00 Uhr am Montagmorgen mit Gepäck und Proviant für die Woche mit dem Bus losgefahren. Start und Ziel war Hoorn (1 und 5 auf der Karte), nördlich von Amsterdam, der Heimathafen unseres Schiffes, der Liberté. Unsere Skipperin Katja und der Matrose José erwarteten uns schon. Der Wind stand erst für Dienstag günstig, sodass wir zunächst Gelegenheit hatten, den schönen Ort kennen zu lernen.
Nach dem Frühstück wurden die Segel gesetzt und es ging auch gleich richtig zur Sache: Windstärke 6 bis 7 und wir haben gut Fahrt gemacht. Zielhafen war Muiden (2), ganz im Süden des Markermeers, dem südlich durch einen befahrbaren Damm vom Ijsselmeer getrennten Teil dieses großen Binnenmeeres. Hier hat auch Königin Beatrix ihre Segelyacht liegen, die sie von Zeit zu Zeit immer noch selbst fährt.
Der Mittwoch brachte uns wenig Wind, aber sonniges Wetter mit viel Zeit zum sonnenbaden und schwimmen. Dazu ankerten wir an einem sicheren Platz und los ging’s für alle, denen das Wasser nicht zu kalt war. Nachmittags steuerten wir dann Volendam (3) an.
Ein sehr touristischer Ort, der von vielen Amsterdambesuchern aufgesucht wird. Hier gab es ausgiebig Gelegenheit zum Shopping. Am Donnerstag lernten wir dann noch einmal die raue Seite des Segelns kennen, als wir in den Spitzen Windstärke 8 bis 9 hatten. Skipperin Katja entschied, nur mit dem Focksegel zu fahren. Doch auch das reichte schon für ordentlich Tempo und Schräglage, um am Nachmittag den sicheren Hafen in Enkhuizen (4) zu erreichen.
Gegessen wurde im Gemeinschaftsraum. Alle Mahlzeiten wurden von den vorher eingeteilten Teams zubereitet. Auch Putzen, Einkäufe und andere Arbeiten gehörten zu den täglichen Aufgaben.
Dabei gab es auch schon mal richtige „Spezialaufträge“ für besondere Profi-Einsatzkommandos:
Am letzten Tag wurden noch einmal alle frisch erlernten Segelkenntnisse gebraucht, um bei starkem Wind bis in den Hafen von Hoorn hinein zu segeln. Nur für das eigentliche Anlegemanöver wurde der Schiffsdiesel angeworfen. Eine Vorgehensweise, die unsere Skipperin nicht mit jeder Gruppe wagt, weil jeder Handgriff sitzen muss – ein großes Kompliment für die Klasse. Nachdem wir das Schiff klar gemacht hatten ging es dann zum Bus und zurück nach Bornheim, wo wir abends vor der Schule für diese Woche endgültig vor Anker gingen. Insgesamt hatten wir eine Woche voller neuer und interessanter Eindrücke, die alle auf die eine oder andere Weise gefordert hat. Sei es, mit der Enge der Kabinen und dem spärlichen Platz für Gepäck und persönliche Dinge zu recht zu kommen. Sei es das Gefühl, den Kräften der Natur ausgesetzt zu sein, sie dann aber durch entschlossene Teamarbeit zur Fortbewegung zu nutzen. Oder aber einmal für die Versorgung einer so großen Gruppe mit verantwortlich zu sein. Schließlich hatten wir alle – Erwachsene wie Jugendliche – die Gelegenheit uns gegenseitig auch einmal anders zu erleben, als wir es in der Schule gewohnt sind.