Franziskusschüler erhalten Auszeichnung für beispielhaftes Projekt im Förderprogramm
EUROPEANS FOR PEACE Jahrgang 2008/2009
7. bis 10. Dezember 2009
Im Jahr 2008 nahmen 9 SchülerInnen unserer Schule (Franziska Gühmann, Oliver Meerstedt, Axel Zadora, Lena Schumacher, Michael Reuter, Sebastian Düx, Franziska Völkel, Kathrin Grüsgen und Linda Henning) und 6 SchülerInnen der Reuschenberg Hauptschule aus Elsdorf an einer deutsch – bosnisch-herzegowinischen Jugendbegegnung teil.
Ebenfalls 15 SchülerInnen kamen von der Nikola Tessler Schule in Korsanska Dubica/ Bosnien-Herzegowina.
Das Projekt hieß „Step by Step – Schritte auf dem Weg zu Verständigung und Versöhnung“:
deutsch – bosnisch-herzegowinische Jugendbegegnung zum Thema Migration und gesellschaftliche Vielfalt.
Insgesamt waren 5 Partner am Projekt beteiligt:
Diese Begegnung wurde maßgeblich durch die Organisation „EUROPEANS FOR PEACE“,
dem Förderprogramm für internationale Jugendprojekte der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) finanziell unterstützt.
( Diese Stiftung entstand aus nicht verbrauchten Geldern für ehemalige NS- Zwangsarbeiter. )
Herr Griep, Leiter der JAW, schrieb einen Stiftungsantrag, der bewilligt wurde, so dass wir u.a. verpflichtet waren eine umfangreiche Dokumentation in Form einer Ausstellung sowohl in Dubica als auch in Deutschland zu präsentieren, so in Elsdorf, in unserer Schule, dem Kreishaus in Siegburg, der JAW und dem Bornheimer Rathaus.
Vom 07.12. – 11.12.2009 waren – eine begrenzte Anzahl - Teilnehmer von 6 Projekten nach Berlin eingeladen worden.
Diese 6 - von insgesamt 71 geförderten Projekten - wurden dann am Mittwoch, den 10.12. in einem sehr feierlichen Rahmen in Berlin ausgezeichnet.
Neben unserem Projekt waren dies folgende Projekte:
„Krieg und Frieden“, „Glaube und Religion“, „Ausbildung und Beruf“, „Liebe und Freundschaft“, „gemeinsame kreative Freizeitgestaltung“ sowie die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich/politischen Themen, die an die jeweilige Ländersituation bzw. aktuellen Themen in den Ländern anknüpfen.
Während unseres Projektes befragten die Jugendlichen u.a. sowohl Vertriebene als auch Rückkehrer der Jugoslawien-Kriege (1992 – 1995) und beschäftigten sich mit dem Zusammenleben von ethnischen Mehr- und Minderheiten in ihrem Alltag.
Das Zusammenleben der verschiedenen ethnischen Volksgruppen, insbesondere mit Blick auf die Lebenssituation der muslimischen Minderheit, gestaltet sich in Bosnien-Herzegowina auch 14 Jahre nach Ende der Kriege nicht konfliktfrei. Es ist sogar so, dass der durch Medien und Öffentlichkeit unterstützte Nationalismus gerade in der Srpska, der serbisch dominierten Entität, ein gleichwertiges multikulturelles Zusammenleben mit Lebenschancen für alle zu verhindern versucht.
Beeindruckt hat mich bei diesem Projekt die enorme sozialpädagogische Kompetenz der ProjektleiterInnen, ihre methodische Vielfalt Themen erarbeiten und erleben zu lassen und die Freude, mit der die Jugendlichen diesen Austausch gestaltet haben.
Darüber hinaus war es schön zu sehen, wie die Jugendlichen an den Themen und der kritischen Auseinandersetzung untereinander gewachsen sind und dies z.T. mit erheblichen sprachlichen Handicaps. Das Schulenglisch bietet nicht unbedingt eine sichere Basis. So musste häufig genug mit Händen und Füßen gearbeitet werden.
Zusätzliche Infos findet man unter : www.europeans-for-peace.de